Auktion der LTE Frequenzen startet
Berlin, 9. April 2010 - Die flächendeckende Versorgung ganz Deutschlands mit schnellen mobilen Internet-Zugängen rückt einen großen Schritt näher. Am Montag beginnt in Mainz bei der Bundesnetzagentur eine umfangreiche Auktion von Mobilfunkfrequenzen. „Nur mit den angebotenen Frequenzen unter 1 GHz können viele noch unversorgte Regionen schnell und effizient einen Breitband-Zugang erhalten – die Bedeutung der Auktion für den Standort Deutschland ist daher kaum zu überschätzen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Die vier zum Auktionsverfahren zugelassenen Netzbetreiber hatten bereits im Vorfeld zugesagt, die unversorgten Regionen vorrangig auszubauen. Die Bundesnetzagentur hat zudem strenge Ausbauverpflichtungen erlassen. In Deutschland gibt es noch rund 700 Kommunen, in denen Breitband für die Mehrzahl der Haushalte nur über Satellit verfügbar ist. Diese „weißen Flecken“ werden bald geschlossen. „Breitband ist eine der wichtigsten Voraussetzung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung und eine zentrale Infrastruktur, wie Straßen oder Strom“, so Scheer.
Die 4. Mobilfunk-Generation geht an den Start: Multipoint-Videokonferenz via LTE überzeugt auf Mobile World Congress in Barcelona
München/Barcelona (ots) - Die Besucher erlebten eine beeindruckende Demonstration: Eine Videokonferenz mit neun Standorten und bestechend scharfen Bildern - und das per Mobilfunk. So geschehen auf dem Stand von Nokia Siemens Networks (NSN) beim Mobile World Congress 2010 in Barcelona. Dort zeigte die Lösung von NSN und dem Münchner Voice Portal-Spezialisten CreaLog, was mit der 4. Mobilfunk-Generation LTE (Long Term Evolution) künftig möglich ist.
Höchste Qualität dank hoher Bandbreite sind die wesentlichen Kennzeichen des neuen, schnellen Mobilfunk-Standards. Bei den erfolgreichen Praxistests der 4. Mobilfunk-Generation hat sich gezeigt, dass Übertragungskapazitäten von über 100 MBit/s pro Funkzelle möglich sind. Im Normalfall werden 20 bis 80 MBit/s erreicht, was etwa eine Verzehnfachung bisheriger UMTS-Technik bedeutet. So erschließt der neue Standard jetzt auch modernen mobilen Endgeräten, was bisher nur über stationäre PC- oder WLAN-Verbindungen möglich war.
Arthur D. Little: Kostensenkungen in der Telco-Branche
Netzbetreiber müssen handeln, um weitere Gewinnrückgänge zu vermeiden
LONDON --(BUSINESS WIRE)--22.03.2010--
Die europäische Telekommunikationsbranche läuft Gefahr, zu einer Branche mit geringen Gewinnmargen zu werden. Die neue Studie „Cost Reduction in the Telecom Industry“ der Unternehmensberatung Arthur D. Little ermahnt dazu, die Kostenkontrolle bei mobilen und festnetzgebundenen Netzbetreibern noch stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.
Die Studie warnt vor der Gefahr, dass die Margen für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vom derzeitigen Wert von 35–40 % innerhalb von fünf Jahren auf 15 % fallen könnten. Die Gründe dafür sind die Verbreitung kombinierter Telefonie- und Daten-Flatrates und die steigenden Kosten für Werbeaktionsrabatte. Ein hoher Investitionsbedarf verstärkt darüber hinaus den Zwang zu Kosteneinsparungen: Mobile Netzbetreiber müssen investieren, um mit dem explosionsartig wachsenden Datenverkehrsaufkommen über LTE-Netze und andere Kanäle Schritt halten zu können; Festnetzbetreiber müssen weiterhin in VDSL- und FTTB/FTTH-Netze investieren.
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